GEÖFFNET

Fr. + Sa. 14-17 Uhr
Finissage: 14./15. August 2021 | 14-20 Uhr

Tropische Moderne: Brasilien

Fotografien von Bärbel Högner

 

Die Aneignung von Prinzipien der Avantgarde aus Europa in Verbindung mit lokalen Konstruktionsweisen ließ in den 1930er und 1940er Jahren in Brasilien eine landesspezifische Moderne entstehen, deren Eleganz und Beschwingtheit international Aufsehen erregte. Vor allem zwei Ereignisse in New York – der 1939 von Lucio Costa und Oscar Niemeyer für die Weltausstellung entworfene brasilianische Pavillon sowie die Ausstellung „Brazil Builds“ im New Yorker Moma 1943 – sorgten weltweit für Aufmerksamkeit.
Oscar Niemeyers Werke sind in Brasilen sehr präsent und sein Ruhm führte auch in Berlin zu einer Beteiligung an der Interbau 1957. Lucio Costa erlangte vornehmlich Bekanntheit mit dem Urbanismus für die neue Hauptstadt Brasília. Zugleich arbeiteten in Brasilien landesweit zahlreiche weitere Architekten.

Die Fotoausstellung stellt die Vielfalt der brasilianischen Avantgarde von den Anfängen in den 1920er bis zum Höhepunkt in den 1960er Jahren vor. Ihre tropische Moderne folgte formalen Kriterien des International Style, wobei der Werkstoff Béton Brut mit lokalen, klimagerechten Materialien oder Konstruktionsweisen kombiniert wurde. Die Bilder entstanden in den Städten Salvador Bahía, Brasília, Sao Paulo, Rio de Janeiro und Recife.

Besuche der Ausstellung sind möglich unter Beachtung der allgemein empfohlenen Hygiene-Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.
Bitte besuchen Sie die Galerie nur, wenn Sie sich gesund fühlen und halten Sie einen Abstand von mindestens 1,5 m zu anderen Besucherinnen und Besuchern. Das Tragen einer FFP2-Gesichtsmaske ist verpflichtend. Bitte nutzen Sie den zusätzlich bereitstehenden Desinfektionsspender.

Wir bitten Sie um Verständnis für diese Maßnahmen.

Für die Buchung eines Termins schreiben Sie uns gerne eine Nachricht mit Ihrem Wunschtermin.

Podcast zur Ausstellung

 

Podcast von Welle M1 zur Ausstellung „Tropische Moderne: Brasilien“.

Ein Gespräch mit Bärbel Högner, Christoph Tempel (Journalist im Bereich Architektur), Tereza de Arruda (Kunsthistorikerin) und Nivaldo Andrade (Professor für Architektur in Salvador da Bahia).

COMING SOON

VERNISSAGE: 28. AUGUST 2021 | 14-20 Uhr
TAG DES OFFENEN DENKMALS: 12. SEPTEMBER 2021 | 14-18 Uhr

 

KERNZONE / ROT

Toni Wirthmüller

 

Bei den Wandinstallationen der Werkserie KERNZONE bilden gebrauchte Kleider zunächst die Ausgangsbasis. Ein Material, dessen Körperbezogenheit eine entscheidende Rolle spielt und das zugleich durch seine Stofflichkeit, Muster, und Qualität über besonders assoziatives Potential verfügt.

Die homogene Oberfläche und zugleich Schutzhülle bricht immer wieder auf, macht verborgene Spuren gelebten Lebens und psychische Verfasstheiten sichtbar.

Die textilen Stofflichkeiten werden durch Zerschneiden, Zusammennähen, Schichtung und den Farbauftrag aus ihrem eigentlichen Kontext herausgelöst. Durch das Prinzip der Fragmentierung, Montage und Überlagerung mit fotografischen Zitaten vollzieht sich ein Aneignungsprozess im Sampling-Verfahren. Haptik und Physis der reliefartigen Textur treffen auf die digitalen Surrogate von Körperlichkeit, Obsessionen und deren Inszenierungen.

Die Assemblagearbeiten generieren eine Bedeutungsverschiebung durch die Verknüpfung vermeintlich disparater Wahrnehmungsebenen. Das Material wird neu inzeniert, thematisiert die Ambiguität der Wertigkeit von Bildern und das Verhältnis von Bild und Hintergrund sowie die Relation von virtueller Bildwirklichkeit und Realwelt.

raumbezogene Installation | Textile Stoffe, Leinwand, Digiprints, Holzlatten, Acrylfarbe
600 x 300  x 300 cm, 2020

COMING SOON

VERNISSAGE: 08. OKTOBER 2021

 

gardens of resistance_unité berlin 2070

heike hanada mit lara voigt, quy duong pham, arne thiel und philipp bischoff

Quy Duong Pham – Auenlandschaft

Otto Ditscher-Preis für Buchillustration 2021 

Der Otto Ditscher-Preis für Buchillustration 2021 geht an den in Berlin lebenden Künstler Klaus Zolondowski, den Anerkennungspreis erhält Uta Clemens. In ihrer Sitzung am 30. Juni 2021 sprach die zehnköpfige Jury Zolondowski die vom Rhein-Pfalz-Kreis verliehene und mit 7.500 Euro dotierte Auszeichnung für seine Tuschezeichnungen zu Patrick Süskinds Roman „Das Parfum“ zu. Dem Künstler, so die Jury, sei es „gelungen, den vielschichtigen Roman in einer stilistisch geschlossenen Form mit seinen technisch versierten und stimmungsvollen Zeichnungen zu durchdringen.“

Das neue Buch von Zolondowski „Maikäfer flieg!“ – Alte Deutsche Kinderreime erscheint demnächst im treppe-b Verlag.


Fotografie: Thomas Rosenthal

Deutschlandradio | Fazit | 06.07.2021 

Berlin will deutsch-deutsche Nachkriegsmoderne zum Welterbe machen.

Interview mit Marcus Nitschke

NEUERSCHEINUNG

Le Corbusier und die Unité d’Habitation, Typ Berlin. Briefwechsel 1955-1958

Mit der neuen 2. erweiterten Auflage des Buches starten wir in den Sommer!

Die Teilnahme Le Corbusiers an der Internationalen Bauausstellung in Berlin 1957 gestaltete sich schwierig. Zur Einweihung seiner Unité d’Habitation 1958 distanzierte sich Le Corbusier vom realisierten Gebäude und betitelte es bewusst mit dem Zusatz: Typ Berlin. Heute ist das Gebäude einer der prominentesten Zeugen der Berliner Nachkriegsmoderne. Der Streit – mit seiner Eskalation – wurde zu einem legendären Beispiel für die realen Bedingungen und Grenzen von Werktreue, Urheberrecht und architektonischer Originalität.

Nachdem die 1. Auflage bereits nach wenigen Monaten vergriffen war, erscheint die Auflage nun mit neuem Layout und vielen ergänzenden Briefen von Le Corbusier und den Berliner Bauakteuren am 1. Juli für 18 Euro im Buchhandel.

Vorbestellungen nehmen wir gerne entgegen. Wie immer erhalten Sie bei uns einen Buchhandelsrabatt von 35 % ab 5 und 40 % ab 10 Exemplaren.

Bestellungen: HIER
ISBN: 978-3-96551-012-8

EMPFEHLUNG

Stadt Land Kunst

Das andere Berlin von Fritz Lang

 

Metropolis: Das andere Berlin von Fritz Lang
Berlin erlebte in den 1920er-Jahren einen Umbruch. Während die damalige Stadt der Moderne das Herzstück der europäischen Kunstszene bildete, hatte der Künstler und Filmemacher Fritz Lang eine pessimistische Sicht auf die Metropole. In „Dr. Mabuse, der Spieler“, „M“ und „Metropolis“ kreierte er diabolische Figuren, die ein düsteres Bild der vom Ersten Weltkrieg geprägten Berliner Gesellschaft zeichnen.

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